KURT-LÖWENSTEIN-VEREINIGUNG

OBERHAUSEN e.V.

Auszug aus der Originalzusammenfassung  

Hermann Grothe (1984)

 

- Was wollen wir

- Blomberg

- Der Elternkreis

- Die bauwütigen Löwensteiner

- Das Blomberger Häusken

- Woher kommt das Geld

 

Wir haben unserem Förderverein den Namen von Kurt Löwenstein gegeben, nicht nur, weil wir den Vater der Kinderrepubliken, dem Vorsitzenden der Reichs-arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde in der Weimarer Republik, dem Berliner Stadtschulrat ein Denkmal setzen wollen, sondern weil wir uns der Pädagogik dieses großen Vorbildes Verpflichtet fühlen.


 Was wollen wir,

Den Ideen Kurt Löwensteins verpflichtet fühlen sich die Mitglieder der

 KURT-LÖWENSTEIN-VEREINIGUNG OBERHAUSEN e.V.

 Gegründet wurde der Verein am 19. Dezember 1976 imstätischen Haus der Jugend am Graf-Haeseler Platz. Dort hatte unmittelbar zuvor die Jahreshauptversammlung der Sozialistischen Jugend Deutschlands „DieFalken“, Kreisverband Oberhausen, die Gründung eines solchen „Trägervereins“ beschlossen. Durch diesen Verein sollte der neu gewählte Falkenvorstand von solchen Aufgaben entlastet werden, die ihn in der Gruppen und Jugendarbeit behindern könnten.


Blomberg

Kleine Stadt, die alles hat:

Als die SPD Nordrhein-Westfalens1974 am 9. November in der Oberhausener Stadthalle eine Jugendpolitische Konferenz abhielt, befand sich unter den Delegierten Gerhard Nagel ein Jungsozialist aus Blomberg (Lippe). Gerhard erlebte hier das Pausenprogramm der Oberhausener Falken und war offensichtlich so beeindruckt, dass er den „Kinderchor“ der Oberhausener einladen ließ, um in Blomberg eine Jubilar Feier der SPD umrahmen zu lassen. Es kam zu herzlichen Kontakten, die zunächst zu einem Pfingstlager auf dem Segelfluggelände Blomberg führten. Dabei fiel dann das Stichwort: Eigener Jugendzeltplatz.

Am 21 Januar 1978 war es soweit, das auf Gut Borkhausen durch Vermittlung des Bürgermeisters Heinrich Fritzemeier der Erbbau-Pachtvertrag geschlossen werden konnte.

Aber noch bis Dezember 1982 mussten wir warten, bis dann endlich die Bauerlaubnis für den Versorgungstrakt kam. Inzwischen hatten wir aber den Platz bereits voll vereinnahmt. Pfingst- und Sommerlager der Oberhausener Falken fanden hier statt. Aber auch andere Gruppen, Hühnerzüchter und Schulklassen, Motoradklubs, evangelische und katholische  Gruppen benutzten unseren Platz. Es sprach sich auch ohne Werbung herum: Ein toller Platz! 


 

Der Elternkreis

Da es überwiegend Eltern aktiver Falkenmitglieder sind, setzte sich der Name ELTERNKREIS durch, dahinter verbirgt sich aber nichts anderes als eine Gruppe aktiver KLV-Mitglieder, die sich zum Ziel setzte, die Pacht für den Blomberger Platz sicherzustellen. Einmal wöchentlich treffen sich diese Aktiven auf dem Bauspielplatz Vonderort an der Nürnberger Straße, um „die Finger zu bewegen“, während nett miteinander geplaudert wird.

Bei diesen Fingerübungen entstehen allerdings viele nette Gegenstände für die (inzwischen fest etablierten) KLV-Basare. Über diesen Treff hinaus beteiligen sich auch Freunde in Reinfeld und Neumünster (Holstein) an den Arbeiten, so daß die Angebotspalette eine hohe Qualität und eine große Breite aufweist. Mitglieder haben sich (zum Glück) angewöhnt, Basarwaren auch während des Jahres zu allen Festen und Gelegenheiten zu verschenken. 

Daß dieser Elternkreis so nebenher auch den Zeltepark der Oberhausener Falken pflegt und repariert, sei der Vollständigkeit wegen mit erwähnt.

 

Die Bauwütigen Löwensteiner

Ältere Falken und Eltern, KLV-Mitglieder und ausländische Besucher der GOT Falkentreff – sie alle trafen sich bereits auf dem Jugendzeltplatz beim Bau der Toilettenanlage. Allerdings schälte sich nach und nach ein kleiner Kern von besonders Bauwütigen heraus. Zeitweilig waren diese Rabotschniks jedes Wochenende in Blomberg, ohne und mit Flutlicht, bei Sonnenschein und bei Regen,immer aber mit besonders guter Laune. Wenige Baufachleute, alle anderen mehr oder weniger fachfremd, haben einen Bau hingestellt, der jeder fachmännischen Prüfung standhält. Natürlich sind sie stolz. Natürlich macht deswegen die Arbeiterei besonderen Spaß. Aber ebenso natürlich ist für dieses Team der Feierabend in Blomberg ein Grund, immer wieder die 200km nach Blomberg auf sich zu nehmen. Da sitzt man dann im BLOMBERGER HÄUSKEN bei Mittag- oder Abendessen, da wird dann gefachsimpelt und da fühlt man sich so rundum wohl. Und gibt es für einen Lehrer eigentlich ein besseres Lob als das, er sei inzwischen ein perfekter Bauhilfsarbeiter geworden? Oder gar für eine Lehrerin?

Die Bauarbeiten werden andauern. Drei Bauabschnitte und viele, viele Kleinigkeiten brauchen ihre Zeit. Und Ihre Mitarbeiter – vielleicht gerade Dich, Lieber Leser?!

 

Das „Blomberger Häusken“

Weil Blomberg es offensichtlich unseren Oberhausener Falken angetan hat, haben einige Mitglieder der Kurt-Löwenstein-Vereinigung in der Blomberger Weinberggasse ein altes Fachwerkhaus erworben und wieder hergerichtet. Dieses Haus steht der Kurt-Löwenstein-Vereinigung als Gästehaus zur Verfügung, zunächst natürlich als Unterkunft für Bautrupps, darüber hinaus aber auch für Mitglieder und Freunde als Feriendomizil, gegen ein kleines Entgelt zugunsten des Jugendzeltplatzes – versteht sich. Obwohl es in Blomberg viele kleine Häuser dieser Art gibt, nennen die Oberhausener KLV-Mitglieder dieses Haus das BLOMBERGER HÄUSKEN.

 

Woher kommt das Geld

Und wer finanziert nun alles? Mitgliedsbeiträge alleine reichen natürlich nicht. Kostenlose Arbeitsstunden in Blomberg auch nicht. Über Jahre hinweg war die Haupteinnahme nur durch die Basare  des ELTERNKREISES und durch Spenden. Inzwischen ist der Zeltplatz im 21 Jahrhundert jedes Jahr ein etabliertes Ziel für Jugendgruppen aller Art. Die Einnahmen werden Jedes Jahr benutzt um immer weiter zu bauen und zu modernisieren. 

Jede Geldspende oder auch Hilfe bei Arbeitseinsätzen an den Wochenenden ist immer herzlich willkommen.